Dr. Gerhard Binker

Sachverständiger und Gutachter für Schimmelpilz- und Bakterienbelastung

Sachverständiger für die Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastungen (TÜV)


EU-zertifiziert nach DIN EN ISO/IEC 17024 für Feuchte- und Schimmelpilzschäden


Staatlich geprüfter Desinfektor


Geprüfter Sachkundiger für Gebäudeschadstoffe (BGR 128)


Sachkundiger für den Umgang mit KMF (Mineralfasern, Glaswolle)


Hygiene-Erstinspekteur für Klimaanlagen (RLT) VDI 6022 (A)


TIB-zertifiziert nach DIN 54162 Infrarotthermographie Stufe 1 Sektor B


Fachkraft für Thermographie (TÜV)


Begasungstechniker / Raumdesinfektor nach TRGS 512 und 522


Sachkundiger für Leckortung und Zonenüberwachung


Geprüfter Wasserschaden-Sanierungstechniker


 

Gebäudemykologie: Wenn Gebäude „feuchtekrank“ sind und „ver-schimmel-n“

 

Werden Baumaterialien in Gebäuden lange genug feucht, tritt früher oder später ein mikrobieller Bewuchs ein. Diese Besiedelung erfolgt durch Mikroorganismen, wie Bakterien, Hefen, Schimmelpilze. Sie schaffen als Primärbesiedler die Nahrungsgrundlage für Folgeorganismen, wie Staubläuse, Hausstaubmilben und Schimmelkäfer. Nicht nur die Wohnqualität nimmt dadurch ab, auch die Zerstörung der Bausubstanz schreitet voran. Die Ursachen der Durchfeuchtung müssen deshalb gefunden und beseitigt werden. Ebenso der mikrobielle Befall.

Ursachen für die Durchfeuchtung von Baumaterialien können sein:

  • Eindringendes Wasser von außen über Risse, undichte Abdichtungen etc.
  • Wasserrohrbrüche oder Leitungsundichtigkeiten (manchmal begleitet von Bauholzpilzbefall, wie von Echtem Hausschwamm)
  • Kondensatfeuchtigkeit durch hygrothermische Effekte (Wärmebrücken, schlechte Lüftungsdisziplin etc.)

Energetische Sanierungen bzw. energieeffiziente Bauweise führen bei sowohl Altbauten als auch modernen Gebäuden bei ungenügender Lüftung zu einem geringen Luftaustausch und damit zur langsam fortschreitenden Bauteilauffeuchtung. Geänderte Nutzungsgewohnheiten und berufsbedingte Abwesenheit aus der Wohnung lassen oft zusätzlich eine regelmäßige mehrmalige Wohnungslüftung durch die Nutzer (z.B. Mieter) nicht zu. Abends wird dann gekocht, geduscht oder gebadet. Der Trocknungsprozess von Oberflächen an Decken und Wänden kann nicht ausreichend stattfinden und die „Wohnungsauffeuchtung“ nimmt weiter zu. Der geringere Luftwechsel führt auch zwanglos zu einer erhöhten Belastung durch Schadstoffe bzw. Wohngifte (Formaldehyd, Lösemittelreste bzw. VOC, schädliche Ketone und Aldehyde usw.) sowie Bakterien und Schimmelpilze. Nicht gewartete und verschmutzte Wohnungslüftungsanlagen und Klimaanlagen geben der Raumluft „den Rest“.

Damit gehen Befindlichkeitsstörungen durch Gerüche und Schadstoffe einher. Das Tragische: Mikrobieller Befall bzw. Schimmelpilzbefall und die ihn auslösenden Durchfeuchtungen sind nicht selten versteckt und nicht offensichtlich sofort erkennbar. Eine kosten- und zeitaufwändige „baubiologische“ Suche muss dann stattfinden.

Der Einsatz von z.B. Feuchtemessgeräten, Wärmebildkameras, eines bewährten Schimmelpilzspürhundes oder MVOC-Messungen (MVOC = leicht flüchtige organische Verbindungen mikrobiellen Ursprungs) und anschließende Laboranalysen schaffen oft Klarheit.

Auch kann eine gezielte Suche nach Endotoxinen (Giftstoffe von gramnegativen Bakterien), Mykotoxinen (Schimmelpilzgifte) oder Immunsystem-relevanter PAMPS (Pathogen Associated Molecular Patterns = Pathogen-assoziierte molekulare Muster) bzw. MAMPs (Microbe-associated molecular patterns) im Einzelfall sinnvoll sein.

INFOBOX:
PAMPS sind Strukturmotive oder Moleküle, die charakteristisch für ein breites Spektrum an Mikroorganismen sind. Sie ermöglichen es dem Immunsystem, das Eindringen von Viren, Bakterien, Schimmelpilzen oder Parasiten zu erkennen. Es handelt sich meist um eine typische Anordnung von Zuckermolekülen, Komponenten der Zellwand von Bakterien (Lipopolysaccharide), Peptide oder um Nukleinsäuren von Viren und Bakterien. PAMPs werden durch Pattern-Recognition Receptors (PRRs) erkannt, die als Teil der angeborenen Immunantwort bei Immunzellen weit verbreitet sind. Daraus resultiert bei einem erstmaligen Kontakt mit einem Pathogen eine sofort beginnende Immunreaktion und Eliminierung des Pathogens, da für diesen Teil des Immunsystems aufgrund der typischen und unveränderlichen molekularen Muster keine B-Zell-Rezeptoren und T-Zell-Rezeptoren angepasst werden müssen, was üblicherweise zwischen drei und sieben Tagen dauert.

 

Schimmelpilzbefall in Wohnungen oder Gebäuden wird als visuell störend empfunden und stellt zudem ein hygienische Problem dar, das beseitigt werden muss.

Besonders in sensiblen („semisterilen“) Bereichen, wie Krankenhäusern, muss noch zusätzlich auf eine mögliche Mykosegefahr besonders bei immunsupprimierten Patienten geachtet werden. Ein rigoroses Entfernen des mikrobiellen Befalls und seiner Ursachen ist hier unabdingbar. Gleiches trifft für Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten zu.

Alleine der Austausch von Fenstern im Altbau gegen mehrfachverglaste Fenster kann einen fatalen Eingriff in die Bauharmonie darstellen. Es kommt zu unerwünschten Auffeuchtungen von Decken und Wänden, insbesondere im Bereich von Wärmebrücken. Es etabliert sich Schimmelpilzbefall.

Auch hinter Dachverschalungen, unter Tapeten und unter Estrichen in den Dämmschichten können Schimmelpilze durch Wasserschäden oder zu hohe Baufeuchte versteckt wachsen. Oder auch Actinomyceten, die zudem (z.B. durch Geosmin-Produktion) oft starke Gerüche erzeugen. Erst Untersuchungen mittels Baubiologie und Gebäudemykologie sowie Bestandsaufnahmen zur Gebäudepathologie mit Laboruntersuchungen bringen die verdeckten Schäden ans Tageslicht.

INFOBOX: Actinomyces ist eine Bakterien-Gattung der Familie Actinomycetaceae. Charakteristisch für diese Bakterien sind langgestreckte, nicht selten verzweigte Zellen. Sie sind ohne aktive Bewegung, und weisen überwiegend anaerobes Wachstum (=ohne Sauerstoff) und positives Verhalten in der Gram-Färbung auf. In der Regel bestehen sie aus geraden oder gekrümmten stäbchenförmigen Zellen. Diese haben Durchmesser von ca. 0,2 bis 3,0 µm. Die Länge ist sehr unterschiedlich. Meist sind die Arten langfädig mit bis zu einer Länge von 50 µm und mehr. Einige Arten bilden kleine, verzweigte Myzelien ähnlich wie die Schimmelpilze.

 

Die Verwendung moderner Baumaterialien mit wenig Langzeiterfahrung in ihrer Verwendung und Bewährung sowie auch schnelle Bauzeiten mit ungenügender Bautrocknung führen in anderen Fällen oft zu massiven baubiologisch-bauphysikalischen Problemen und damit oft zu erhöhten Konzentrationen luftgetragener, krankmachender Mikroorganismen. Feuchte und verschimmelte Dachstühle, Dachschalungen, Estrichdämmschichten und Fußbodenaufbauten sind nicht selten die Schimmelpilzquellen. Das neue Heim, auf das man sich so lange gefreut hat, wird zum Martyrium.

Bereits nahezu jeder dritte Nutzer leidet unter Gebäudeschadstoffen, Bioaerosolbelastungen, Allergien oder anderen inweltbedingten Erkrankungen.

Das muss nicht sein, denn gesundes Wohnen und Arbeiten sollten in unserer hochtechnologisierten Welt selbstverständlich sein.

Ich helfe Ihnen (= Bauherr, Bauträger, Investor, Wohnbaugesellschaft, Mieter und Vermieter, Hauseigentümer) als Sachverständiger und Gutachter dieses Ziel nachhaltig zu erreichen.

Als diplomierter Chemiker verknüpfe ich deshalb die Baubiologie mit der Bauphysik. Ich bin u.a. Baubiologe, Schadstoffanalytiker, zertifizierter Thermograph, Hygieneerstinspekteur für RLT-Anlagen (Klimaanlagen), staatlich geprüfter Desinfektor und Sachverständiger/Gutachter für Schimmelpilzbefall, Feuchteschäden, Bakterienbelastungen und Geruchsanalytik.

Kontaktieren Sie mich als Schimmel-Gutachter oder Sachverständigen noch heute! Alles beginnt jetzt mit Ihrem Anruf oder Ihrer Email!

Tel.: 09123-99820 oder mail@schimmelpilz-sachverstaendiger.de

Dr. Gerhard Binker


Dr. rer. nat. Gerhard Binker

Dipl. Chem. (Univ.)


Westendstrasse 3

D - 91207 Lauf a. d. Peg.

Tel.: +49 9123 99820


Ich heiße Dr. Gerhard Binker und bin Schimmelpilz-Sachverstaendiger, Schadstoff-Experte und Baubiologe.



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